
Elektronisches Patientendossier EPD
Es ist wohltuend, zu wissen, dass das EPD der Einheits-Krankenkasse EKK bereits zu Beginn mit den Daten der bisherigen KVG–Krankenkassen gut dotiert ist (siehe die 3.letzte Zeile des Initiativtextes für die EKK)
Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat – zu früh – ein Gesetz dazu entwickelt. Es gibt schon mehrere Patientendossiers, die alle freiwillig sind – welch ein Unsinn! Genau da liegt unseres Erachtens das Generalproblem. Wo soll zum Beispiel ein z.B. Notfallhelfer eine Blutgruppe anfragen?
Das Gesundheitswesen braucht das EPD für den Erhalt einer umfassenden Übersicht über vorangehende Behandlung eines neuen Patienten – auch um unnötige doppelte Leistungen zu verhindern und um Missbräuche – hüben wie drüben – zu erkennen.
Gerade bei der freien Arztwahl ist das EPD von grosser Bedeutung. Viele Menschen leiden unter schwer zu diagnostizierenden Beschwerden und suchen deshalb nacheinander verschiedene Ärztinnen und Ärzte auf. Dabei beginnen die Abklärungen oft jedes Mal von Neuem – was enorme, vermeidbare Kosten verursacht.
Mit dem EPD erhält die behandelnde Person bereits vor der ersten Konsultation den nötigen Überblick. Sie ist gesetzlich verpflichtet, das Dossier vor jeder Behandlung einzusehen. Gleichzeitig – falls dies nicht schon am Empfang bei der Ausgabe des Patienten-Trackers erfolgt ist – weist MEDIFACT automatisch eine neue Fallnummer zu.
Dank der vorhandenen Befunde und Bilddaten kann die Ärztin oder der Arzt das eigene Fachwissen gezielt einbringen – und so vielleicht endlich wirksame Hilfe leisten.
Gewisse Menschen haben begründete Ängste, dass sie eine Arbeitsstelle oder eine Lebensversicherung nicht bekommen können, wenn ihre gesundheitliche Vergangenheit bekannt wird. Alles, was in EKK enthalten ist, unterliegt dem bekannten Begriff „ARZTGEHEIMNIS“. Selbstverständlich muss das EPD Solches verhindern. Bezüglich der Zugriffsberechtigungen sind wir bereits auf einem guten Weg. Was aber unbedingt auch sein muss: Jeder Patient muss über jede Abfrage jedes Berechtigten und über jeden Eintrag eine SMS bekommen, die nur er lesen kann. Wenn sich alle Akteure dessen gewiss sind, dann wird ein Grossteil der genannten Ängste entfallen…
und…. wer hätte das gedacht:
Das Patientendossier ist auch die Quelle für sicherstes Operieren – aber lesen Sie
selbst. HIER gibt es noch mehr, teilweise Surreales zu diesem Thema.
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